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Vereinigte Arabische Emirate

From Sterwiki

center|Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) center|150px|Wappen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)
(Details) (Details)
Amtssprache Arabisch
Hauptstadt Abu Dhabi
Staatsform Bundesstaat aus sieben Gliedstaaten
Staatsoberhaupt Chalifa bin Said al-Nahjan
Regierungschef Maktoum bin Rashid al Maktoum
Flache 83.600 km²
Einwohnerzahl 3.300.000
Bevolkerungsdichte 30 Einwohner pro km²
Unabhangigkeit 1970
Wahrung VAE-Dirham
Zeitzone UTC+4
Nationalhymne Emirati Tahiat Alalam
Kfz-Kennzeichen UAE
Internet-TLD .ae
Vorwahl +971

thumb|400px|right|Karte der Vereinigten Arabischen Emirate Satellitenbild der VAE (Oktober 2004)|thumb|right|400px

Die Vereinigten Arabischen Emirate (الإمارات العربيّة المتّحدة), kurz VAE, liegen auf der Arabischen Halbinsel und grenzen an Katar, Saudi-Arabien und an den Oman. Die VAE wurden am 2. Dezember 1971 gegrundet, was das Abkommen mit Grossbritannien beendete und die einzelnen Emirate zu einer Foderation zusammenfugte.

Administrativ sind die Vereinigten Arabischen Emirate in die Regionen Abu Dhabi, Dubai, Schardscha, Adschman, Umm al-Qaiwain, Ra's al-Chaima und Fudschaira aufgeteilt. Politisch gehort die Foderation der Arabischen Liga an. Als eines der weltweit grossten Erdol exportierenden Lander ist sie ausserdem standiges Mitglied der OPEC.

Folgende Emirate bilden die Foderation:

Name Flache (km²) Einwohner
Abu Dhabi 67.340 1.200.000
Umm al-Qaiwain 777 39.000
Fudschaira 1.165 83.000
Ra's al-Chaima 1.684 153.000
Schardscha 2.590 435.000
Dubai 3.885 737.000
Adschman 259 133.000
Table of contents
1 Geographie
2 Nationalfeiertage

2.1 Weltliche Feiertage
2.2 Islamische Feiertage

3 Geschichte
4 Politik

4.1 Innenpolitik
4.2 Aussenpolitik

5 Wirtschaft
6 Infrastruktur

6.1 Post

6.1.1 Adressierung

6.2 Strom
6.3 Wasser
6.4 Abfall

7 Verkehr

7.1 Nationale Fluggesellschaften

8 Rechtliches

8.1 Zensur
8.2 Alkohol
8.3 Verbraucherschutz

9 Kultur

9.1 Film
9.2 Hochzeit
9.3 Freizeitbeschaftigung

10 Klima
11 Weblinks

Geographie

Die Vereinigten Arabischen Emirate bestehen uberwiegend aus trockener Sandwuste; im Osten erstreckt sich das felsige Hajar-Gebirge. Als bedeutende Oasen sind im Emirat Abu Dhabi die Stadt Al Ain und die Liwa-Oase zu nennen. Grosse Mengen von Grund- und Oberflachenwasser konnen aus dem Hajar-Gebirge gewonnen werden. Flussbetten, die sogenannten Wadis, durchziehen das Land. Die hochsten Erhebungen (bis 1500 m) befinden sich ebenfalls im Hajar-Gebirge, wahrend sich der Grossteil des Landes bis zu 100 m uber Normalnull erhebt.

Nationalfeiertage

Weltliche Feiertage

Datum Name
1. Januar Neujahr
6. August Machtubernahme von H. H. Sheikh
Zaid ibn Sultan al Nahyan
2. Dezember Nationalfeiertag

Islamische Feiertage

Islamisches Datum Name/Beschreibung Datum (Gregorianischer Kalender)
1 Muharram Islamischer Neujahrstag (El am Hidschir) 10. Februar 2005
10 Muharram Aschura (Gedenken an die Schlacht von Kerbala) 19. Februar 2005
12 Rabi' Al-Auwal Geburtstag des Propheten (Id Milad an-Nabi) 21. April 2005
1 Schauwal 1. Tag nach dem Fastenmonat Ramadan (Id al-fitr) 3. November 2005
10 Dhu l-Hidschdscha Id ul-Adha Opferfest, Hohepunkt der Wallfahrt 20. Januar 2005
27 Radschab Himmelreise Muhammads (Lailat al-Miradsch) 1. September 2005

Hinweis: Der tatsachliche Tag im gregorianischen Kalender kann um 1 oder 2 Tage abweichen.

Geschichte

1747 liessen sich die Beduinen der Qawasim und Banu Yas an der sudlichen Golfkuste nieder und begannen mit der Piraterie gegen die Handelsschifffahrt im Persischen Golf. Wegen der Piraterie erhielt das Land fruher den Namen Piratenkuste. Zentren waren dabei die Hafen Schardscha und Ra's al-Chaima, die auch zwei heutigen Emiraten ihre Namen gegeben haben. Um 1780 war die Macht der Qawasim so stark gewachsen, dass sie grosse Teile der persischen Sudkuste beherrschten und mit ihrer Flotte den Handel Omans bedrohten. Zwar kam es zu Gegenangriffen Omans, doch erst als dieses sich mit Britannien verbundete, wurden die Scheichtumer zwischen 1806 und 1820 unterworfen und die Piraterie eingedammt. Die Scheichtumer kamen damit unter britisches Protektorat. Dadurch konnte Oman seine Gebietsanspruche nicht durchsetzen.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich Abu Dhabi (gegrundet 1761) und Dubai (gegrundet 1833) zu Zentren der Perlenfischerei und zu wichtigen Handelsplatzen. Dieser Wirtschaftszweig brach allerdings um 1930 fast vollig zusammen, als Japan Zuchtperlen auf den Markt brachte. Erst mit den Erdolfunden um 1960 begann wieder eine verstarkte wirtschaftliche Entwicklung.

In den Grenzstreitigkeiten Abu Dhabis mit Saudi-Arabien uber die Buraimi-Oase (heutiger Name des emiratischen Teils: Al-Ain) und den sudlichen Grenzverlauf des Emirates wurde, half ab 1955 Grossbritannien mit, den Disput beizulegen. Im Jahre 1974 wurde eine Vereinbarung zwischen den beiden Staaten getroffen, der diese Streitigkeiten beilegt. Allerdings wurde diese noch nicht von der VAE-Regierung ratifiziert und die saudische Regierung erkennt diese Vereinbarung nicht an. Es existiert daher grosstenteils eine de-facto-Grenze zwischen den Staaten. Der genaue Grenzverlauf spielte bisher keine grosse Rolle, da das Grenzgebiet aus Sandwuste besteht. Allerdings konnen sich in Zukunft Probleme ergeben, sollten Ol- und Gasvorkommen erschlossen werden.

Am 2. Dezember 1970 entliess Grossbritannien die Emirate als Vereinigte Arabische Emirate in die Unabhangigkeit, wobei dem Emirat Abu Dhabi die Fuhrungsrolle zukam. Ursprunglich bestanden die VAE aus den Emiraten Abu Dhabi, Ajman, Fujairah, Sharjah, Dubai und Umm al-Qaiwain. Erst 1972 trat Ras al-Khaimaha als siebtes und letztes Emirat dem Bundesstaaten bei.

1981 wurde mit Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman der Golf-Kooperationsrat gegrundet.

Politik

Innenpolitik

In den VAE gibt es keine politischen Parteien und auch keine Wahlen. Die Macht liegt jeweils bei einem der sieben Scheichs - auch bekannt als Emir (deswegen wird eine Region, die ein Emir regiert, Emirat genannt). Jedes Emirat (welches nach seiner Hauptstadt benannt ist) wahlt seinen eigenen Premierminister. In Abu Dhabi ist nach dem Tod des vorherigen Prasidenten H. H. Sheich Zaid bin Sultan al-Nahayan am 2. November 2004 (seit 1971 Staatsoberhaupt, zuletzt wiedergewahlt 1991) sein Sohn Chalifa bin Said al-Nahjan Premierminister. Er wurde am 3. November 2004 zum Prasidenten durch das Parlament gewahlt. Er tritt damit die Nachfolge seines verstorbenen Vaters an.

Der Vizeprasident und Premierminister ist Sheikh Maktoum bin Rashid al Maktoum, gleichzeitig auch Emir von Dubai. Er war am 2. November 2004 ubergangsweise Prasident der VAE bis zur Wahl von Chalifa bin Said al-Nahjan als neuen Prasidenten.

Das Parlament ist bekannt als Federal National Council (FNC), welches am 13. Februar 1972 gegrundet wurde. Das FNC berat das Kabinett und den obersten Gemeinderat, kann sie aber nicht uberstimmen. Das Parlament besteht aus 40 Mitgliedern, welche proportional von jedem Emirat hinzugezogen werden. Jeder Emir wahlt die Mitglieder von seinem Emirat selbst aus.

Das FNC hat die Macht, alle Gesetzgebungen einzusehen und zu andern. Weiterhin kann es Minister zusammenrufen und die Arbeit ihrer Ministerien durchsehen und kritisieren.

Aussenpolitik

Die VAE waren ein Grundungsmitglied des Gulf Cooperation Council (GCC, siehe Golf-Kooperationsrat), welches bei einem Gipfeltreffen in Abu Dhabi 1981 gegrundet wurde. Die Mitglieder des GCC sind Saudi Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und auch die VAE. Weiters ist das Land Mitglied bei dem Bundnis Arabischer Staaten, der Islamischen Konferenz Organisation, der UNO sowie den meisten anderen UNO-Institutionen.

In den 1970er Jahren wurde die Grenze zwischen Saudi Arabien und den VAE verbindlich festgelegt. Allerdings wurde der genaue Grenzverlauf nie veroffentlicht, sodass nur die beiden Regierungen, den genauen Verlauf wissen.

Wirtschaft

Das Haupteinkommen des Landes wird durch den Ol- und Gasexport des Emirates Abu Dhabi erbracht. Die anderen Emirate setzen auf Handel und in den letzten Jahren verstarkt auf den Tourismus. Die Stadt Dubai ist in dieser Hinsicht federfuhrend. Die grundwasserreichen Gebiete um Al Ain (Abu Dhabi) und das Gebiet um das Hajar-Gebirge betreiben Landwirtschaft und Viehzucht und stellen den primaren Sektor dar. Der industrielle Sektor ist sehr unterentwickelt. Erwahnenswert sind einige grosse Aluminiumschmelzen in Dubai, aufgrund der niedrigen Energiepreise im Land. Auch der IT-Sektor mit eigenen Stadtteilen fur Firmenniederlassungen ist in Dubai am weitesten entwickelt.

Alle Firmen (ausgenommen in Freihandelszonen) mussen mindenstens zu 51% einem Einheimischen gehoren. Dieses Gesetz soll sicherstellen, dass nur Emirater in Fuhrungspositionen sitzen. Ausserdem leitet die Regierung eine Kampagne, die zum Ziel hat, in allen staatlichen Stellen, wie z.B. bei der Post, Polizei, Verwaltung, in Banken oder beim Militar eine bestimmte Quote von einheimischen Arbeitnehmern sicherzustellen. Diese Kampangne lauft unter dem Namen 'Emiratisierung'.

Die Bekampfung von gefalschten Markenprodukten wird in den einzelnen Emiraten sehr unterschiedlich verfolgt. Sie reicht von regelmassigen Razzien in den Verkaufsladen und der Verhangung von Haftstrafen gegen die Handler in Dubai bis zum offenen Verkauf in den staatlichen Kaufhausern Cooperative Society in Abu Dhabi. Hierbei ist besonders Dubai bemuht, internationalen Unternehmen zu zeigen, dass es den Schutz des geistigen Eigentums ernst nimmt.

In den VAE fallen keine Steuern an. Die Kosten der Verwaltungsbehorden werden mit Gebuhren finanziert und auf Alkohol muss eine Abgabe in Hohe von 30% gezahlt werden. Es ist geplant, dass 2005 eine Mehrwertsteuer eingefuhrt wird. Sie gilt vorerst nur fur 'schadliche' Guter wie Tabak und Alkohol. Weitere Plane sind, diese in den nachsten Jahren nach internationalem Vorbild auf alle Endverbrauchsguter auszuweiten. Gesetze uber Einkommens- oder Unternehmenssteuer existieren schon seit Jahrzehnten, aber die Hohe der Steuer ist mit 0% festgelegt, was faktisch einer Nichtbesteuerung entspricht. Die Bundesrepublik Deutschland hat 1996 mit den VAE ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Es ist das einzige dieser Art, welches Deutschland mit einer Steueroase besitzt.

Grundstucke konnen von Auslandern nicht erworben werden. Nur das Emirat Dubai gestattet die Pacht von Grundstucken und Eigentumswohnungen nach englischem Muster uber 99 Jahre. Durch die Pacht erwirbt der Eigentumer eine uneingeschrankte Aufenthaltserlaubnis wahrend der Dauer der Laufzeit. Dies zieht insbesondere Pakistaner und Inder an, die sich damit einen Zweitwohnsitz erwerben.

Probleme ergeben sich durch den unterentwickelten Rechtsschutz der Arbeitnehmer. Die Grundung von Gewerkschaften ist verboten und Streiks sind strafbar. Bei Arbeitgeberwechsel oder Kundigung eines Arbeitsverhaltnisses muss eine Bescheinigung (Non-Objection Certificate) vom Arbeitgeber ausgestellt werden, welcher keine Bedenken sieht, dass sich der Mitarbeiter eine neue Beschaftigungsstelle sucht. Sollte dieses nicht ausgestellt werden, wobei der Arbeitgeber seine Entscheidung nicht begrunden muss, folgt ein sechsmonatiges Arbeits- und teilweise auch Einreiseverbot in die VAE. Dieses starke Arbeitgeberrecht ermoglicht Erpressungen uber Lohnfragen und Urlaubsanspruche am Ende des Arbeitsverhaltnisses.

Durch den schwachen Schutz des Arbeitnehmers kommt es regelmassig im niedrig entlohnten Bausektor bei den geringverdienenden Arbeitern zu Unregelmassigkeiten in den Lohnzahlungen. Diesen Arbeitern bleibt allerdings nichts anderes ubrig als ohne Lohn weiterzuarbeiten, da diese sonst ohne Arbeit, die im Vergleich zu ihrem Ursprungsland gut bezahlt wird, ihre Familien in ihren Heimatlandern nicht mehr versorgen konnten.

Arbeitnehmern steht ein Beschwerderecht bei Problemen mit dem Arbeitgeber bei den lokalen Arbeitsministerien zu. Doch durch die Burokratie dauern Entscheidungen teilweise sehr lange.

Infrastruktur

siehe auch den nachsten Abschnitt Verkehr

Post

Das Postsystem ist in staatlicher Hand. Briefe und Pakete werden nicht ausgeliefert, sondern mussen von Postfachern abgeholt werden. Die Jahresgebuhr betragt ja nach Grosse mindestens 10 Euro. Alternativ kann man sie die Post auch an das nachstgelegte Postamt an ein Sammelpostfach schicken lassen und zahlt dann 10-50 Euro-Cent pro abgeholten Brief oder Paket.

Adressierung

Es existieren nur fur verwaltungstechnische Zwecke Strassennamen (nur die grossen Hauptstrassen) und mehrstellige Gebaudeidentifikationsnummern. In der Bevolkerung und Alltag finden sie nahezu keine Anwendung, sondern benutzen Merkmale wie Geschafte oder Banken, wenn sie Wege erklaren. Dies ist insbesondere ein Problem, da auslandische Versandhandelsfirmen und Postbehorden teilweise keine Postfachadressen akzeptieren und sich erst nach Rucksprache davon uberzeugen lassen, zu verschicken.

Strom

Strom wird aus gasbefeuerten GuD-Kraftwerken erzeugt. Oftmals existieren grosse Kraftwerkskomplexe mit meheren Kraftwerken. Beispiele sind die Anlagen Al Taweelah (Abu Dhabi) und Jebel Ali (Dubai), mit 10-25 einzelnen Blocken. Angeschlossen an diesen Kraftwerken sind meist Meerwasserentsalzungsanlagen.

Wasser

Das Trinkwasser wird aufwandig mithilfe von Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen. Von dort wird es uber Pipelines in die Stadte gefordert. Aufgrund des Klimas hat das Wasser im Sommer teilweise 'Kalttemperaturen' von uber 30 °C, wenn es aus dem Wasserhahn kommt. Teilweise ist das Wasser stark gechlort.

Mineralwasser werden aus Quellen der Stadten Al Ain und Masafi hergestellt. Dieses Wasser wird nicht mit Kohlensaure versetzt.

Abfall

Abfall wird in grossen, offenen Containern gesammelt, die offen an den Strassen (meist Hinterstrassen) stehen. Im Sommer ergibt sich dadurch eine unangenehme Geruchsbelastigung. Der Mull wird nicht recycelt oder getrennt, sondern landet auf Mulldeponien.

Verkehr

Es existiert derzeit kein nationales Bahnsystem in den VAE. Der Bau einer Bahnlinie, die die GCC-Staaten verbindet, ist in der Diskussion. Die Strecke soll knapp 2000 km lang sein und von Kuwait uber Saudi Arabien, eventuell Bahrein, Katar und den VAE verlaufen und schliesslich im Oman enden.

Fur die Stadt Dubai befindet sich eine U-Bahn (Dubai Metro) im Bau. Die Eroffnung der ersten Teilstrecken ist fur 2009 und der vollstandige Betrieb fur 2012 geplant.

Stadttaxis sind ausreichend in allen Hauptstadten der einzelnen Emirate sowie in Al Ain vorhanden. Ausser in Abu Dhabi, Al Ain und Dubai wird dringend empfohlen, den Fahrpreis vor der Fahrt mit dem Fahrer abzusprechen, da keine Taxameter installiert sind. Die Taxis kann man (mit Ausnahme Dubais) als recht einfach bezeichnen; den Fahrern fehlen oft entsprechende Ortskenntnisse. Die Taxis der verschiedenen Firmen unterscheiden sich durch ihre Wagenfarbe. Auswahl:

  • Abu Dhabi und Al Ain:
    • Gold-weiss (staatlich)
    • Weiss mit grunen Seitenstreifen (Al Ghazal)
    • Silber (NTC)
  • Dubai
    • Beige (Metro-Taxi)
    • Weiss
  • Adschman
    • Weiss
  • Ra's al-Chaima
    • Gelb-weiss

Es existieren ein staatlich betriebener, emirateubergreifender Buslinienverkehr sowie private Kleinbus-Unternehmen. Die Preise sind gunstig, wobei auch der Komfort recht niedrig ist.

Das Hauptverkehrsmittel ist das Auto. Leider kommt es durch den starken Anstieg des Verkehrs in den letzten Jahren v.a. in Dubai zu Verkehrsproblemen. Der Fahrstil der Autofahrer ist chaotisch, so dass die Unfallrate recht hoch ist. Die zweithaufigste Todesursache in den VAE ist der Tod im Strassenverkehr. Parkplatze sind in Dubai mittlerweile schwer zu finden, leichter ist es in Abu Dhabi. Dubai hat die meisten offentlichen Parkplatze Anfang der 2000er Jahre zu kostenpflichtigen umgewandelt. Abu Dhabi hat einige kostenpflichtige Parkhauser erbaut. Die Strassenqualitat kann man, mit Einschrankung auch in den ostlichen Emiraten, als hervorragend bezeichnen (siehe auch Abu Dhabi).

Aufgrund der Verkehrsverhaltnisse muss man von der Nutzung des Fahrrades und Motorrades abraten. Die Fahrer dieser Fortbewegungssmittel setzen sich einem extrem hohen Unfallrisiko aus.

Fahrverbindungen bestehen zwischen allen grossen Hafen und mit Iran.

Alle Hauptstadte der Emirate und Al Ain unterhalten internationale Flughafen. Teilweise sind die Routen auf die Nachbarlander beschrankt. Inneremiratisch existieren Flugverbindungen von z. B. Abu Dhabi nach Dubai oder von Abu Dhabi nach Ra's al-Chaima. Ein Abflug gilt immer als Ausreise aus dem Land, selbst wenn der Flug nur in ein anderes Emirat fuhrt.

Nationale Fluggesellschaften

  • Air Arabia (Sharjah, Billigfluglinie)
  • Gulf Air (Abu Dhabi / Bahrain / Oman)
  • Emirates (Dubai)
  • Etihad Airways (Abu Dhabi)

Rechtliches

In den VAE existieren die Todesstrafe sowie fur Moslems Stockschlage (ausser Dubai). Als Gesetzesgrundlage gilt die Schari'a (islamisches Recht).

Verboten sind

  • Pornographie
  • judische Propaganda
  • Schriften und Medien, die unvereinbar mit den religiosen, kulturellen, politischen und moralischen Werten der VAE sind
  • Alkohol (nur in Schardscha)
  • Trunkenheit
  • Drogen

Bei Tod eines Einheimischen, verursacht oder begunstigt durch eine andere Person, muss als Ausgleich das sog. Blutgeld gezahlt werden, begrenzt durch emiratische Gerichte auf 100.000 AED pro Person. Falls die Summe nicht aufgebracht werden kann, erfolgt Inhaftierung bis zur vollstandigen Bezahlung durch Angehorige oder Bekannte.

Bei Unfallen mit Personenschaden eines Emiratis erfolgt in der Regel eine Inhaftierung des Unfallgegners bis zur vollstandigen Genesung des Verletzten. Verletzungen, verursacht durch Erste-Hilfe-Massnahmen nach Unfallen, werden voll dem Helfer mit den daraus resultierenden Konsequenzen angelastet.

Bei Fahrzeugunfallen muss selbst bei Bagatellschaden die Verkehrspolizei gerufen werden, um einen Unfallbericht aufzunehmen. Die Fahrzeuge durfen nach der Kollision nicht mehr bewegt werden, was an Hauptstrassen meist lange Staus zur Folge hat. Durch dieses Gesetz soll die Fahrerflucht verhindert werden. Fahrzeugschaden durfen von Werkstatten ohne Unfallbericht der Polizei nicht repariert werden.

Schweinefleisch und daraus hergestellte Produkte konnen in einigen grossen Supermarkten gekauft werden. Die Bereiche, in denen die Waren ausgestellt sind, werden mit deutlichen Warnschildern fur Muslime gekennzeichnet. Speisen, die Schweinfleisch enthalten, konnen nur in Vier- oder Funf-Sterne-Hotels sowie in einigen Clubs bestellt werden.

Die Ausstellung ungedeckter Schecks hat immer eine Haftstrafe zur Folge, um den Scheckbetrug zu bekampfen.

Das Zusammenleben, aber auch schon das gemeinsame Ubernachten in einem Zimmer von unverheirateten Partnern wird strafrechtlich verfolgt, falls es der Polizei oder anderen Behorden gemeldet wird. Fur Nicht-Moslems wird keine Ausnahme gemacht.

Prostitution ist in Abu Dhabi und Dubai weit verbreitet. In der Offentlichkeit ist das ein Tabuthema und die Medien berichten nicht daruber. Um die Prostitution einzudammen werden regelmassig Razzien in verdachtigen Nachtclubs durchgefuhrt. Daruber hinaus unterliegt fur den verdachtigen Personenkreis (Frauen zw. 20-40 Jahren aus der Ex-UdSSR, VR China und Schwarzafrika) eine restriktive Quotenregelung fur Visa. Diese kann allerdings umgangen werden, wenn die betroffenen Frauen nicht direkt bei der Botschaft ein Visum beantragen, sondern sich uber emiratische Hotels Touristen-Visa besorgen.

Emirater erhalten bei einer Hochzeit mit einem einheimischen Partner 70.000 AED (ca. 15.000 Euro) Zuschuss vom Staat, um die Unkosten der Heirat zu bezahlen, da viele Einheimische kaum vermogend sind. Weiterhin ist dies ein Mittel, Emirater anzuhalten, bevorzugt Einheimische und keine Auslander zu heiraten. Allerdings ist das Budgetlage fur diese Zuwendung mittlerweile soweit angespannt, dass zur Zeit Wartezeiten von ca. 2 Jahren entstehen. Das Geld wird bar ausgezahlt.

Zensur

Importierte Zeitschriften mussen vor Verkauf der Zensurbehorde vorgelegt werden, die dann auf Bildern dargestellte Geschlechtsmerkmale mit einem schwarzen Filzstift zensiert. Auf CDs wird zusatzlich das christliche Kreuz geschwarzt, falls es auf dem Cover dargestellt ist.

Medien unterstellen sich einer freiwilligen Selbstzensur, sodass Verstosse gegen die Zensurgesetze seitens der Zeitungsherausgeber oder Radiosender nicht existieren. Das lokale Fernsehen ist in staatlicher Hand.

Der Internetzugang ist nur uber die staatliche Telefongesellschaft Etisalat moglich. Der Zugriff von Privatpersonen auf das Internet erfolgt uber einen Proxy, welcher Inhalte zensiert. Offiziell soll damit nur der Zugang zu pornographischem Material verhindert werden, tatsachlich werden aber willkurlich viele andere Seiten gesperrt, die unter Umstanden die islamische Kultur verletzen. So zum Beispiel auslandische Seiten, die Glucksspiel (auch Lotto) anbieten, Kochrezepte, die uber die Schweinefleischzubereitung berichten und Bekanntschaftvermittlungen, wobei jedoch die Heiratsvermittlung in den VAE legal ist und auch in den lokalen Zeitungen angeboten wird.

Im Widerspruch zum ganzen Zensuraufwand und staatlicher Kontrolle steht der ungehinderte Empfang auslandischer Sender uber Satellit. Auf diesem Weg ist auch eine unzensierte, wenn auch teure Nutzung auslandischer Internet-via-Satellit-Provider moglich. Auch VPN-Firmennetzwerke unterliegen keinen staatlichen Einschrankungen, sodass diesen Firmenmitarbeitern eine unzensierte Informationsquelle zur Verfugung steht, ebenso Bildungseinrichtungen sind von der Zwangsnutzung des Proxys ausgenommen. Somit wird der Zugang zur freien Information ermoglicht und lasst den gesamten Aufwand, welchen das Informationsministerium (Zensurbehorde) betreibt, ad absurdum erscheinen.

Alkohol

Alkohol kann, mit Ausnahme der Duty Free Shops am Flughafen, nur in lizenzierten Alkoholladen gekauft werden. Eine Berechtigung (Liquor Licence) ist notig und kann nur von nichtmoslemischen Aufenthaltsberechtigten erworben werden. Ein unbegrenzter Einkauf von Alkohol ist mit der Berechtigung nicht moglich; sie ist meist auf Kaufe bis 1000 AED pro Monat begrenzt. Andere Moglichkeiten Alkohol zu konsumieren sind Vier- und Funf-Sterne-Hotels, bestimmte Sport-Clubs und Gesellschaften. Offener Alkoholkonsum in der Offentlichkeit und Trunkenheit sind verboten und ziehen i. d. R. neben einer Geldstrafe Haftstrafen von mindestens einem Monat nach sich. Bei Trunkenheit am Steuer konnen je nach Schwere des Unfalls mehrjahrige Haftstrafen verhangt werden. Ausserdem ist die Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters von ihrer Leistungspflicht befreit, d. h., der Schaden muss mit dem Privatvermogen beglichen werden. Als betrunken kann man gelten, wenn auch nur eine leere Bierdose im Auto liegt.

Verbraucherschutz

Obwohl seit Jahren an einem Gesetz gearbeitet wird, um die Rechte des Privatverbrauchers festzulegen, existiert bis heute noch keine verbindliche Regelung. Das bedeutet, dass ein Handler nicht verpflichtet ist, irgendeine Garantie auf seine Produkte zu geben und kann sich auf den Standpunkt gekauft wie gesehen beziehen. In der Praxis raumen viele grosse Kaufhauser und Supermarktketten teilweise grosszugige Umtauschmoglichkeiten ein, beispielsweise eine Ruckgabe bei Nichtgefallen innerhalb einer Woche. Bei Streitigkeiten mit kleinen Handlern jedoch kann die Behorde bei der Vermittlung des Streites behilflich sein.

Kultur

Die Kultur ist fast ausschliesslich islamisch gepragt. Durch den Wirtschaftsaufschwung in den letzten Jahrzehnten sind die alten Lebensweisen verschwunden. Es wird allerdings versucht mit Volkskundemuseen den Alltag vor dem Ol-Boom der heutigen Generation zu vermitteln.

Zu offiziellen Anlassen treten in traditionellen Kleidern angezogene Darsteller auf, die die Anlasse musikalisch und mit Tanz untermalen. Der Gesang ist in etwa vergleichbar mit dem Sing-Sang afrikanischer Stamme. Der Tanz ist ebenfalls sehr einfach von der Auffuhrung.

Von einigen westlichen Gastarbeitern und deren Ehepartnern wird unter anderem ein Theater betrieben, eine Einrichtung die dem Islam und auch der indischen Kultur fremd ist.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Pop- und Klassikkonzerte internationaler Stars und Gruppen in Dubai gegeben.

Film

Es dominieren in den Kinos westliche Produktionen (uberwiegend Hollywood-Filme) und sogenannte Bollywood-Filme in den Kinos. Filme aus den Landern des Nahen Ostens spielen eine Nebenrolle, was mit der Bevolkerungsstruktur des Landes erklart werden kann. Mehrere europaische Botschaften haben in den vergangenen Jahren monatlich einen Filmabend in einem der Kinos in Abu Dhabi veranstaltet und dabei jeweils einen preisgekronten Film aus einem europaischen Land gezeigt. Ende 2004 veranstaltete Dubai ein Filmfestival, allerdings wurden uberwiegend, aus westlichen Sicht oftmals inhaltsarme, Bollywood-Filme aufgefuhrt. Diese haben auch bei der einheimischen Bevolkerung viele Anhanger. Alle Filme mussen vom Informationsministerium genehmigt werden und sie sind auch haufig hinsichtlich religiosen, erotischen und politischen Inhaltes zensiert. Der Film 'Die Passion Christi' wurde an den Kinokassen ausdrucklich als 'nicht geschnitten' beworben.

Hochzeit

Die Hochzeitszeremonien finden in angemieteten Ballsalen der grossen Hotels statt, falls die Brautleute vermogend sind. Auf der anderen Seite sind Massenhochzeiten, die vom Staat bezahlt werden, meist die einzige Moglichkeit, um die armeren Einheimischen eine Moglichkeit der Hochzeit zu ermoglichen.

Freizeitbeschaftigung

Reiche, altere Einheimische frohnen das Hobby der Falknerei. Jungere bevorzugen mit ihrem Gelandewagen uber die Sanddunen zu fahren. Frauen sind meist am gemeinsamen Einkaufen mit ihren Freundinnen in den Einkaufszentren und Basare (Souks) interessiert.

Klima

In den VAE herrscht im Inland trockenes Wustenklima. An den Kusten kann insbesondere in den Sommermonaten die relative Luftfeuchtigkeit sehr hohe Werte erreichen. Insgesamt ist es eines der heissesten Klimate der Erde. Es regnet oftmals nur an einem oder zwei Tagen im Jahr. Hier die durchschnittlichen Temperaturen in Abu Dhabi:


Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal 24°C 25°C 29°C 34°C 38°C 40°C 41°C 42°C 40°C 36°C 30°C 26°C
Minimal 14°C 15°C 17°C 21°C 24°C 26°C 29°C 30°C 27°C 23°C 19°C 16°C

Weblinks

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! Kategorie:Staat Kategorie:Nahost

ar:إمارات عربية متحدة ca:Emirats Arabs Units da:Forenede Arabiske Emirater en:United Arab Emirates eo:Unuiĝintaj Arabaj Emirlandoj es:Emiratos Arabes Unidos et:Araabia Uhendemiraadid fi:Arabiemiirikunnat fr:Emirats arabes unis gl:Emiratos Arabes Unidos - الإمارات العربيّة المتّحدة he:איחוד האמירויות הערביות hu:Egyesult Arab Emirsegek ia:Emiratos Arabe Unite it:Emirati Arabi Uniti ja:アラブ首長国連邦 ko:아랍에미리트 lt:Jungtiniai Arabų Emyratai lv:Apvienotie Arabu Emirati ms:Amiriah Arab Bersatu nds:Vereenigte Araabsche Emiraten nl:Verenigde Arabische Emiraten no:De forente arabiske emirater oc:Emirats Arabs Units pl:Zjednoczone Emiraty Arabskie pt:Emiratos Arabes Unidos ru:Объединённые Арабские Эмираты sk:Spojene arabske emiraty sl:Združeni arabski emirati sv:Forenade Arabemiraten ta:ஐக்கிய அரபு அமீரகம் th:สหรัฐอาหรับเอมิเรตส์ uk:Об'єднані Арабські Емірати zh:阿拉伯联合酋长国


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