Gesellschaft der USA
From Sterwiki
Die Gesellschaft der USA ist stark gepragt von der Zuwanderung uber die letzten Jahrhunderte.
| Table of contents |
|
1 Demographie
1.1 Ethnische Zusammensetzung 2 Soziale Sicherung
3 Gesundheitswesen
4 Bildung
5 Religionen
6 Jugend und Familie
7 Frauen
8 Kriminalitat
9 Einwanderer
9.1 Begrenzung der Zuwanderung 10 Indianer
11 Schwarze
12 Asiaten
13 Hispanics
|
Demographie
Alle 10 Jahre fuhrt das U.S. Census Bureau eine vollstandige Zahlung der Bevolkerung und der Industrie durch. Als 1790 die erste Volkszahlung stattfand, bestand die Nation aus weniger als vier Millionen Burgern, die fast alle an der Ostkuste lebten. Heute liegt die Bevolkerungszahl bei 293 Millionen. Die demographischen Daten des Census Bureaus zeigen ein reiches Mosaik an Nationalitaten, ein breites Altersspektrum und eine grossere Bandbreite an Lebensverhaltnissen als jemals zuvor. Hier einige Beispiele:
Ethnische Zusammensetzung
Im Jahr 2000 betrug der Bevolkerungsanteil aller Staatsburgern ethnischer europaischer Herkunft 217 Millionen (77,1%), der Anteil an Afro-Amerikanern 36,4 Millionen (12,9 %), Asiaten und Pazifik-Insulanern 12,7 Millionen (4,5 %); und der Anteil an Indianern und Ureinwohnern Alaskas vier Millionen (1,5 %).
Als 'Hispanics' (Burger spanischer Abstammung, auch Chicanos, Latinos oder Ibero-Amerikaner genannt) bezeichneten sich 35,3 Millionen (13 %) Amerikaner. Die Gruppe der 'Hispanics' wuchs um fast 13 Millionen (oder 57,9 %) in den letzten zehn Jahren, schneller als jede andere Bevolkerungsgruppe.
Altersstruktur
Die Vereinigten Staaten erlebten im 20. Jahrhundert ein rasches Wachstum der alteren Bevolkerung. Die Anzahl der Amerikaner, die 65 Jahre oder alter sind, kletterte auf uber 35 Millionen in 2000, verglichen mit 3,1 Millionen in 1900. Fur die selben Jahre stieg das Verhaltnis von Senioren zur Gesamtbevolkerung von eins zu 25 auf eins zu acht. Dieser Trend wird mit Sicherheit in diesem Jahrhundert anhalten, wenn die Baby-Boom-Generation (die geburtenstarken Jahrgange zwischen 1946 und 1964) alter wird. Schatzungen zufolge soll die Bevolkerungsgruppe der 65- bis 74-jahrigen zwischen 1990 und 2020 um 74 Prozent anwachsen.
Die Bevolkerungsexplosion bei alteren Menschen ist das Ergebnis des eindrucksvollen Anstiegs in der Lebenserwartung. Als die Nation gegrundet wurde, konnte der durchschnittliche Amerikaner erwarten, 35 Jahre alt zu werden. Die Lebenserwartung war 1900 auf 47,3 Jahre angestiegen und liegt heute bei 77 Jahren. Weil diese Altersgruppe so schnell wachst, betrug das Durchschnittsalter der Amerikaner im Jahr 2000 35,3 Jahre, das ist hoher als jemals zuvor. Die Bevolkerung von West Virginia ist die alteste, mit einem Durchschnittsalter von 38,6 Jahren, und die von Utah die jungste mit 26,7 Jahren.
Familienstruktur
Im Jahr 2000 waren ungefahr 52 Prozent aller erwachsenen Amerikaner verheiratet und lebten mit ihrem Ehepartner zusammen; 24 % waren ledig, 7 % verwitwet und 10 % geschieden. Von 105,5 Millionen Haushalten in den USA bestanden 71,8 % aus einer Familie (das sind zwei oder mehr Personen, die biologisch, durch Heirat oder Adoption miteinander verwandt sind). Die verbleibenden Haushalte bestanden aus einer allein lebenden Person (25,8 %) oder aus zwei oder mehr nicht miteinander verwandten Personen (6,1 %).
Etwa die Halfte (49 %) aller Familien bestand aus Eltern und Kindern unter 18 Jahren. Alles in allem konnen etwa 36 % aller Familien als 'traditionelle' Familie angesehen werden (also bestehend aus einem verheirateten Paar mit Kindern). Seit 1970 ist der Anteil an traditionellen Familien stark zuruckgegangen, gefallen um 14 Prozent in den letzten zwanzig Jahren. Allerdings hat sich dieser Prozentsatz seit 1990 nur um ein Prozent weiter verringert.
Wahrend sich die Zahl der alleinerziehenden Mutter mit 9,8 Millionen von 1995 bis 1998 kaum verandert hat, stieg die Zahl der alleinerziehenden Vater von 1,7 auf 2,1 Millionen. Etwa 28 % aller minderjahrigen Kinder lebten 1998 nur bei einem Elternteil (23 % bei der Mutter, 4 % beim Vater), wahrend 68 % mit beiden Eltern zusammenlebte und 4 % mit anderen Verwandten oder Pflegeeltern. Ungefahr 6 % aller Kinder unter 18 Jahren lebten bei ihren Grosseltern.
Einkommens- und Vermogensstruktur
Die grossen Unterschiede im Einkommen haben sich in den letzten beiden Jahrzenten des 20. Jh. weiter verscharft. Zwischen 1977 und 1999 stiegen die Einkommen im reichsten Hundertsel der Burger nach Steuerabzug um 115 Prozent. Die Reallohne fur 60% der Arbeitnehmer sind in dieser Zeit um 20% gefallen. Diese Polarisierung halt auch im 21. Jahrhundert unvermindert an. Die Zahl der US-Amerikaner, die in Armut leben, ist 2002 um 1,7 Millionen Menschen auf insgesamt 34,6 Millionen gestiegen. Die Zahl der US-Amerikaner, die in extremer Armut leben (weniger als die Hafte der offiziellen Armutsgrenze), stieg von 13,4 Millionen 2001 auf 14,1 Millionen im Jahr 2002 an. 2004 gab es laut Forbes in den USA 313 Milliardare.
Literatur: Diana Elizabeth Kendall, The Power of Good Deeds: Privileged Women and the Social Reproduction of the Upper Class, Rowman & Littlefield Publishers 2002
Gefangene
Eine der dramatischsten gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahzehnten war der rasante Anstieg der Gefangenenpopulation. Die Inhaftierungsquote in den USA ist am Anfang des 21. Jahrhunderts etwa 10 mal so hoch wie in Deutschland. 'Die Inhaftierungsquote in den USA sank wahrend der 60er Jahre um etwa ein Prozent jahrlich und erreichte 1975 mit 380.000 Strafgefangenen ihren Tiefststand. Seitdem steigen die Haftlingszahlen aber deutlich an, so dass es zehn Jahre spater bereits 740.000 Strafgefangene ab. Im Jahr 1995 waren es 1,5 Millionen und Ende 1998 schliesslich zwei Millionen, wahrend die Kriminalitatsrate in den vergangenen 15 Jahren zunachst weltweit konstant blieb und spater sogar abnahm. Trotz des weiteren Absinkens der Kriminalitat befinden sich aktuell 740 von 100.000 Einwohnern der USA im Knast. Einschliesslich der Verurteilten mit bedingter Strafaussetzung und Bewahrungsstrafen stehen aktuell mehr als 6,9 Millionen unter Aufsicht der Strafjustiz, also unglaubliche 3,2 Prozent der erwachsenen Bevolkerung. Zwei Drittel der Strafgefangenen stammen aus Haushalten, die weniger als die Halfte der als 'Armutsschwelle definierten Einkommen zur Verfugung haben und die von den Verscharfungen im Bereich der Lohnarbeit und des sozialen Netzes besonders betroffen sind. '
Quelle:
Prekarisierung und Masseninhaftierung (http://www.wildcat-www.de/wildcat/72/w72_knast.htm)
Bevolkerungsentwicklung
thumb|Bevolkerungszunahme in den USA nach Bundesstaaten von 1990 bis 2000 Einige Regionen in den USA wachsen schneller als andere. Das schnellste Bevolkerungswachstum konzentrierte sich auf die westlichen Bundesstaaten, wo die Bevolkerung zwischen 1990 und 2000 um 19,7 % anstieg. Kurz dahinter lag der Suden mit 17,3 %; langsamer wuchsen der Mittlere Westen (7,9 %) und der Nordosten (5,5 %).
Nevada ist seit Jahren der am schnellsten wachsende Bundesstaat, dessen Bevolkerung zwischen ist seit dem 1. April 1990 um ganze 66,3 % gewachsen. Arizona liegt an zweiter Stelle in Bezug auf das Bevolkerungswachstum mit 40 %, gefolgt von Colorado (30,6 %), Utah (29,6 %) und Idaho (28,5 %). Kalifornien verzeichnete zahlenmassig das grosste Bevolkerungswachstum: 4,1 Millionen.
Soziale Sicherung
Traditionell war es in Amerika die Angelegenheit von privaten Wohlfahrtsorganisationen und den Kommunen gewesen, den Armen zu helfen. Neu ankommende Einwanderer mussten hauptsachlich darauf vertrauen, dass ihnen Landsleute halfen ein neues Leben aufzubauen. Im spaten 19. und fruhen 20. Jahrhundert hatten einige europaische Staaten schon staatliche Sozialprogramme eingefuhrt. Aber solche Bestrebungen konnten in den USA nur langsam Fuss fassen, weil durch die schnelle Industrialisierung und das uberall verfugbare Ackerland, die Uberzeugung genahrt wurde, dass jeder, der arbeiten will, auch Arbeit findet.
Die Wirtschaftskrise, die im Jahre 1929 begann, zerstorte dieses Vertrauen. Zum ersten Mal war eine grosse Zahl von Amerikanern ohne Arbeit, weil viele Banken und Betriebe schliessen mussten. Nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt schlug Prasident Franklin D. Roosevelt 1932 dem Kongress ein Programm zur Neubelebung der Wirtschaft und eine Gesetzesreform vor. Bei den meisten Programmen handelte es sich um zeitlich begrenzte Hilfsmassnahmen, doch eines der Programme - die Sozialversicherung (Social Security) - wurde zu einer amerikanischen Institution. Die arbeitende Bevolkerung bekommt einen Teil ihres Lohnes abgezogen. Dieses Geld fliesst in die Rentenversicherung, von der Rentner eine kleine monatliche Rente ausbezahlt bekommen, in die Arbeitslosenversicherung, in die Erwerbsunfahigkeitsversicherung und kommt auch anderen Hilfsprogrammen fur Einkommensschwache zugute.
Seit kurzem wird befurchtet, dass die Sozialversicherung im 21. Jahrhundert nicht mehr genugend Geld haben wird, um ihre Aufgaben wahrzunehmen, wenn die Anzahl der Rentner so dramatisch steigt wie erwartet. Politiker haben verschiedene Losungen vorgeschlagen, um das erwartete Defizit aufzufangen, aber eine langfristige Losung wird noch diskutiert.
In den Jahren nach Roosevelts Amtszeit haben auch andere amerikanische Prasidenten, vor allem Lyndon Johnson in den sechziger Jahren, Sozialhilfeprogramme eingefuhrt. Dazu gehoren auch Medicaid und Medicare, die in dem Kapitel uber das Gesundheitswesen erlautert werden; aber auch das Ernahrungshilfeprogramm in der Form von Lebensmittelmarken (Food Stamp Program), um eine ausreichende und gesunde Ernahrung von einkommensschwachen Familien zu gewahrleisten; und der mit staatlichen Mitteln geforderte soziale Wohnungsbau (public housing).
Im Jahr 2001 lag die Armutsgrenze in den Vereinigten Staaten fur eine vierkopfige Familie bei einem Jahreseinkommen von unter 17.960 Dollar (U.S. Census Bureau. Poverty Thresholds 2001). Das traf auf 9,2 % aller Familien zu, im Gegensatz zu noch fast 12,3 Prozent im Jahre 1993 (U.S. Census Bureau. Historial Poverty Tables).
Zusatzlich zu den bereits erwahnten sozialen Leistungen, erhalten viele Familien die unterhalb der Armutsgrenze leben, Sozialhilfe (welfare payments), monatlich ausgezahlte Betrage um Essen, Kleidung und Miete zu bezahlen. Die haufigste Form der Sozialhilfe ist eine Leistung im Rahmen der Familienbeihilfe (Aid to Families with Dependent Children - AFDC). Ursprunglich gedacht als Unterstutzung fur Kinder deren Vater gestorben waren, entwickelte sich das AFDC Programm zur Haupteinnahmequelle fur Millionen einkommensschwacher amerikanischer Familien. Viele Aspekte der amerikanischen Sozialhilfe, besonders die AFDC-Zahlungen, wurden in den achtziger und neunziger Jahren sehr stark kritisiert; das ganze System wurde sogar zu einem Wahlkampfthema. 1992 wahrend seiner Wahlkampagne versprach Bill Clinton 'die Sozialhilfe, wie wir sie kennen, zu beenden'. Der Vorwurf, die Sozialhilfeprogramme hielten die Armen in einer Art Abhangigkeit, fuhrte 1996 dazu, dass bestimmte Regierungsprogramme neu konzipiert wurden. Ein neues Sozialhilfegesetz ersetzte die Bundeshilfe AFDC durch Hilfsprogramme der Einzelstaaten, die aus Zuschussen des Bundes finanziert werden (TANF- Temporary Assistance for Needy Families). Das Gesetz beschrankt zudem Sozialhilfezahlungen auf funf Jahre, und verlangt, dass alle gesunden Erwachsenen nach spatestens zwei Jahren Sozialhilfe arbeiten. Es streicht Sozialhilfe fur legale Einwanderer, die sich nicht einburgern lassen wollen, und beschrankt die Ernahrungsbeihilfe auf drei Monate, wenn man sich nicht bemuht Arbeit zu finden.
Die Kosten fur die Hilfsprogramme der Bundesregierung, einschliesslich Sozialversicherung, Medicare, Medicaid und der verschiedenen Sozialhilfeprogramme, belaufen sich auf fast die Halfte der Gesamtausgaben der Regierung. Das ist doppelt so viel wie in den 60er Jahren.
Hilfsbedurftige Amerikaner konnen sich aber nicht nur beim Staat sondern auch bei anderen Stellen um Unterstutzung bemuhen. Es gibt ein breites Spektrum an privaten Wohlfahrtsverbanden und ehrenamtlichen Hilfsorganisationen. Ehrenamtliches Engagement, vor allem unter Pensionaren, nimmt in den USA immer weiter zu. Es wird geschatzt, dass fast 50 Prozent aller Amerikaner uber 18 Jahre eine ehrenamtliche Tatigkeit ausuben, und fast 75 Prozent aller Haushalte Geld fur wohltatige Zwecke spenden.
Gesundheitswesen
In den Vereinigten Staaten hat sich ein gemischtes System aus privater und offentlicher Gesundheitsversorgung entwickelt. Die grosse Mehrheit der Amerikaner bezahlt einen Teil ihrer Arztrechnungen durch eine betriebliche Krankenversicherung. Funf von sechs amerikanischen Arbeitnehmern (und ihre Familien) sind durch Gruppenkrankenversicherungen abgesichert, die entweder gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder vom Arbeitnehmer allein getragen werden. Versicherungspolicen unterscheiden sich betrachtlich. Einige decken auch die Kosten fur Zahnersatz und psychiatrische Behandlungen; andere hingegen nicht.
Eine andere Art der Krankenversicherung fur viele Arbeiter ist die Health Maintenance Organization (HMO). Eine HMO umfasst ein Arzteteam, das fur eine im voraus bezahlte Gebuhr die gesamte Krankenversorgung einer Person ubernimmt. HMOs legen besonderen Wert auf die medizinische Vorsorge, weil sie auch dann die Kosten ubernehmen mussen, wenn jemand spezielle Dienstleistungen in Anspruch nehmen muss, die die HMOs nicht selbst bieten konnen. Zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalt, Operationen oder anderen speziellen Behandlungsmethoden. HMOs werden immer beliebter und werden allgemein als probates Mittel anerkannt, die medizinischen Ausgaben gering zu halten. Einige Amerikaner stehen den HMOs jedoch kritisch gegenuber, weil sie das Recht der Patienten sich ihren Arzt selbst auszusuchen einschrankt.
Amerikanische Arzte haben auch geholfen die medizinischen Ausgaben einzuschranken, indem sie die Notwendigkeit von Krankenhausaufenthalten untersucht haben. Viele chirurgische Eingriffe, bei denen fruher Krankenhausaufenthalte erforderlich waren, konnen heute auch ambulant durchgefuhrt werden. Sollte trotzdem ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein, ist er heute kurzer als fruher.
Auch wenn die meisten Amerikaner irgendeine Form der Krankenversicherung haben, gibt es doch Menschen, die sich eine Versicherung nicht leisten konnen. Ihre medizinische Versorgung ist durch zwei soziale Programme gewahrleistet, die 1965 eingerichtet wurden. Medicaid ist ein gemeinsames Programm des Bundes und der Bundesstaaten und finanziert die medizinische Versorgung fur Arme. Die Bedingungen, die erfullt sein mussen um Medicaid in Anspruch nehmen zu konnen, und die erbrachten Leistungen unterscheiden sich allerdings von Bundesstaat zu Bundesstaat. Mit Ausgaben von 194.7 Milliarden Dollar im Jahr 2000 ist Medicaid Amerikas grosstes Sozialleistungsprogramm. Medicare kommt fur die Hauptlast der Arztrechnungen von Rentnern und Behinderten auf. Medicare wird finanziert durch Sozialversicherungsabgaben, Beitrage der Versicherten und durch staatliche Zuschusse. Jeder der Anspruch auf Leistungen aus der Sozialversicherung hat, ist uber Medicare krankenversichert.
Trotz dieser beiden Programme muss schatzungsweise ein Siebtel der Amerikaner zumindest einen Teil des Jahres ohne Krankenversicherung auskommen. Es handelt sich dabei um Arbeitslose oder um Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber keine Krankenversicherung anbieten oder um Menschen, deren Einkommen nur knapp uber der Armutsgrenze liegt. Diese Menschen haben zwar auch alle Anspruch auf arztliche Versorgung im Notfall, jedoch versaumen sie oft die notwendigen Routineuntersuchungen, die helfen Erkrankungen zu vermeiden. 1996 verabschiedete der Kongress ein Gesetz, das sicherstellen sollte, dass mehr arbeitende Familien und ihre Kinder durch eine Krankenversicherung abgesichert sind. Dieses Gesetz erweiterte die Moglichkeit zur Krankenversicherung fur Menschen, die arbeitslos werden oder jene, die aufgrund einer Vorerkrankung von keiner Versicherung angenommen wurden.
Die neueste Reformidee, das Patientenrechtsgesetz ('patient's bill of rights'), soll gewahrleisten, dass Patienten einen Spezialisten ihrer Wahl aufsuchen, sich in einem Krankenhaus ihrer Wahl behandeln lassen konnen und die Moglichkeit erhalten gegen HMOs zu klagen, sollten die eine Behandlung ablehnen. Mehr als 40 Bundesstaaten haben solche Gesetze bereits verabschiedet, und eine bundeseinheitliche Verordnung gewahrt diesen Schutz allen 80 Millionen Amerikanern, die durch eine staatliche Krankenversicherung wie Medicare und Medicaid versichert sind.
Bildung
Fur Amerikaner war Bildung schon seit der fruhen Kolonialzeit ein grosses Anliegen. Zum Beispiel wurde bereits 30 Jahre nach der Grundung der ersten Siedlung in Massachusetts (1620) von allen neuen Ansiedlungen verlangt, einen Lehrer anzustellen. Und 1787 verfugte der Kontinentalkongress, dass jede neugegrundete Stadt ein Grundstuck fur die offentliche Schule reservieren musse.
Heute besuchen fast 90 Prozent aller Schuler die kostenlosen offentlichen Schulen, die uber Steuern finanziert werden. Die ubrigen zehn Prozent verteilen sich auf die verschiedenen Privatschulen, bei denen die Familien selbst fur das Schulgeld aufkommen mussen. Vier von funf Privatschulen stehen in enger Verbindung zu religiosen Institutionen; bei diesen Schulen ist Religionslehre eins der Unterrichtsfacher. Es gibt ausserdem eine kleine, aber steigende Zahl von Eltern, die ihre Kinder zu Hause selbst unterrichten.
Traditionell umfasst in den USA die Grundschule (Elementary School) die Klassen K (Kindergarten) bis 8. In einigen Gegenden endet die Grundschule aber auch mit der 6. Klasse, und die Schuler verbringen dann die Klassenstufen 7 bis 9 auf einer Mittelschule (Middle School) oder Junioren-Hochschule (Junior High School). Die weiterfuhrende Schule (High School) schliesst dann mit den Klassen 9 bis 12, bzw. 10 -12 an.
Die Vereinigten Staaten haben kein nationales Schulsystem, aber die Bundesregierung erlasst Richtlinien und gibt Zuschusse fur offentliche und private Schulen. Jeder der 50 Bundesstaaten, von Hawaii bis Delaware, von Alaska bis Louisiana, hat eigene Bildungsgesetze. Einige dieser Gesetze sind sehr unterschiedlich, aber in allen Bundesstaaaten besteht Schulpflicht bis zum Alter von 16 oder 18 Jahren. So ist gewahrleistet, dass jedes Kind in den USA eine 11-jahrige Schulbildung erhalt.
Zusatzlich zu den Herausforderungen der Bildungsreformen der letzten Jahrzehnte, mussen sich amerikanische Schulen auch mit neuen sozialen Problemen auseinandersetzen. Sie mussen den Zustrom von Einwandererkindern bewaltigen, von denen viele wenig oder gar kein Englisch sprechen. Der Unterrichtsstoff muss nach neuesten Forderungen dem kulturellen Hintergrund aller Schuler Rechnung tragen. Schulen mussen darauf achten, dass alle Schuler die notwendigen Grundkenntnisse erwerben, die fur den Arbeitsmarkt erforderlich sind, und sie mussen sich auf auch die Bedurfnisse von nicht-traditionellen Schulern einstellen, z.B. auf Schulerinnen, die schon Mutter sind.
Die Schulen losen diese Probleme auf ganz unterschiedliche Weise, was die Vielfalt des amerikanischen Bildungswesen widerspiegelt. Einige stellen eine grosse Anzahl von Lehrern ein, die Englisch als Fremdsprache unterrichen, oder bilden sie aus; in anderen Gemeinden werden bilinguale Schulen eingerichtet. Sie erweitern den traditionell auf westlichen Hintergrund ausgelegten Unterrichtsstoff um Material aus afrikanischen, asiatischen und anderen Kulturkreisen. Die Schulen vermitteln auch kognitive Kompetenz, die auch fur die fast 40 Prozent der Schuler wichtig ist, die nicht weiter auf die Hochschulen gehen.
Die Vereinigten Staaten sind innerhalb der Industrienationen fuhrend was den prozentualen Anteil der jungen Leute angeht, die eine Hochschulbildung erlangen. Fur einige Berufszweige - Rechtswissenschaften, Medizin, Erziehungswissensschaften, Ingenieurswesen - ist eine Universitatsausbildung die notwendige Grundvoraussetzung. Mehr als 60 Prozent der Amerikaner arbeiten heute in einem Beruf, der die Auswertung von Informationen beeinhaltet; und ein Hochschulabschluss ist dafur selten ausreichend. Andere Berufe verlangen zwar nicht direkt einen Hochschulabschluss, aber ein solcher verbessert oft die Chancen eine Stelle zu finden und kann sich auch positiv auf das Gehalt auswirken.
Das breite Angebot an Universitats-und College-Kursen hat seinen Ursprung in einem Gesetz, das 1944 von Kongress verabschiedet wurde, dem so genannten 'GI Bill'. Das Gesetz gewahrte allen Armeeangehorigen ('GI' = amerikanischer Soldat) finanzielle Unterstutzung fur Ihre Aus-oder Weiterbildung nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Bis 1955 hatten mehr als 2 Millionen Veteranen des 2. Weltkrieges und des Korea Krieges mit Hilfe des GI Bills studiert. Viele von ihnen kamen aus armeren Verhaltnissen und hatten ohne dieses Gesetz nicht die Chance gehabt, eine Universitat zu besuchen. Der Erfolg dieses Programmes hat die Einstellung der Amerikaner in Bezug auf eine Universitats-oder Fachhochschulausbildung nachhaltig verandert.
Zu ungefahr der selben Zeit begann der Prozentsatz der Frauen an amerikanischen Unversitaten stetig anzusteigen; im Jahr 2000 waren 57 Prozent aller Hochschulabsolventen Frauen, im Vergleich zu 24 Prozent im Jahr 1950. Mit dem Ende der Rassentrennung in den funfziger und sechziger Jahren drangten auch viele schwarze Amerikaner an die Universitaten. Heute entspricht der Prozentsatz der Afro-Amerikaner, die eine Hochschule besuchen, fast dem der allgemeinen Gesamtbevolkerung. Im Jahr 2000 besuchten 56,2 Prozent aller schwarzen Amerikaner mit High School Abschluss eine Universitat oder College, verglichen mit 63,3 Prozent aller High School Abganger.
Religionen
Schon fruh in ihrer Geschichte lehnten Amerikaner das Prinzip der Staatsreligion ab, das so viele europaische Lander beherrscht und entzweit hatte. Die Trennung von Kirche und Staat wurde durch den ersten Verfassungszusatz geregelt, der besagt: Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Einfuhrung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat oder die freie Religionsausubung verbietet.
Eine der ersten festen Siedlungen auf dem Gebiet der spateren nordamerikanischen Kolonien wurde von englischen Puritanern gegrundet, Calvinisten, die in ihrem Heimatland Aussenseiter waren, wo die Anglikanische Staatskirche vorherrschte. Somit waren Protestanten die am weitesten verbreitete Religion in den fruhen Jahren. Heute ist Amerika eine der Gesellschaften mit der grossten Religionsvielfalt in der Welt.
Im Jahr 1990 zahlten die Protestanten 140 Millionen Glaubige, die Katholiken 62 Millionen und Juden 5 Millionen. Der Islam hatte ebenfalls 5 Millionen Anhanger, vielen von ihnen sind zum Islam ubergetretene Afro-Amerikaner. Es wird geschatzt dass sich die Anzahl der Moscheen in den USA, heute etwa 1,200, in den letzten 15 Jahren verdoppelt hat. Auch Buddhismus und Hinduismus wachsen mit der Anzahl der Einwanderer aus Landern, in denen dies die Hauptreligionen sind.
Amerika war auch immer ein fruchtbarer Nahrboden fur neue Religionen. Die Mormonen und die Christliche Wissenschaftskirche sind vielleicht die am besten bekannten Glaubengemeinschaften, die auf amerikanischem Boden entstanden sind. Wegen ihrer Tradition der Nichteinmischung in religiose Angelegenheiten boten die USA auch eine Zuflucht fur viele kleinere Glaubensgemeinschaften aus Ubersee. So zum Beispiel fur die Amischen, Nachfahren von deutschen Einwanderern, die sich hauptsachlich in Pennsylvania und den angrenzenden Bundesstaaten niedergelassen haben, und seit Generationen dort das einfache Leben ohne moderne Technologie praktizieren. Einige Glaubensgemeinschaften werden auch als 'cults' (Sekten oder Kultreligionen) bezeichnet, wenn sie fur extreme Uberzeugungen eintreten und eine Grunderfigur verehren. Solange sich Sekten und ihre Mitglieder an die Gesetze halten, werden sie in Ruhe gelassen. Religiosbedingte Diskriminierung ist in Amerika eher selten und interkonfessionelle Gesprache und Zusammenarbeit sind an der Tagesordnung.
Jugend und Familie
Zu einer Familie zu gehoren, ist eine Verbindung, die fast jeder Mensch auf der ganzen Welt teilt, aber Familienstrukturen sind von Land zu Land sehr verschieden. In den Vereinigten Staaten gibt es viele verschiedene Arten von Familien, aber die traditionelle Struktur der amerikanischen Familie - Mutter, Vater und Kinder - bleibt auch zu Beginn des neuen Jahrhunderts zu grossen Teilen erhalten. Aber in den letzten Jahrzehnten hat die amerikanische Gesellschaft auf Grund von mannigfaltigen Faktoren, die von neuen Errungenschaften in der Wissenschaft bis zur Gestaltung des Arbeitsplatzes reichen, eine Veranderung in der Familienzusammensetzung und in vielen anderen Aspekten des taglichen Lebens erfahren. Alleinerziehende Eltern, Adoptivfamilien, Stiefeltern, Vater, die sich zuhause um die Kinder kummern, Grosseltern, die Kinder grossziehen, all das sind nur einige der neuen Steine im amerikanischen Familienmosaik.
Wie sieht denn der Alltag fur Kinder oder Jugendliche in den USA aus? Ein normales amerikanisches Kind verbringt etwa sechs Stunden am Tag, funf Tage in der Woche, 180 Tage im Jahr in der Schule. Kinder fangen in den USA mit vier Jahren oder junger in der Vorschule an, dann folgt mit ca. funf Jahren der Kindergarten. Die Schule bietet amerikanischen Kindern sehr viel mehr als nur akademische Bildung. Mehr als 80 Prozent aller Schuler nehmen an ausserschulischen Angeboten der Schule teil, z.B. Sport, Schulerzeitung, Theatergruppen, Diskussionsgruppen, Chor und Schulorchester.
In ihrer Freizeit verbringen amerikanische Kinder viel Zeit vor dem Fernseher, horen Musik oder spielen Computerspiele, aber viele arbeiten auch nach der Schule. Eine kurzlich gemachte Umfrage zeigte, dass neun von zehn befragten Heranwachsenden, entweder einen Job hatten oder gerne einen Job hatten. Gesetze gegen Kinderarbeit sehen Beschrankungen vor fur die Art der Arbeit, die ein Jugendlicher unter 16 Jahre annehmen darf. Viele Jugendliche arbeiten stundenweise an Wochenenden oder nach der Schule in Schnellimbiss Restaurants, passen als Babysitter auf die Kinder von Nachbarn auf, arbeiten als Auslieferungsfahrer oder in Geschaften. Viele Jugendliche engagieren sich auch in wohltatigen Gemeindeorganisationen oder in der Kirche und anderen religiosen Gemeinschaften. Wieder andere gehoren Jugendgruppen an, wie z.B. den Pfadfindern (Girl Scouts oder Boy Scouts), wo sie Staatsburgerkunde erlernen, handwerkliche und kunstlerische Fahigkeiten erwerben, und zelten und andere Aktivitaten im Freien kennen lernen konnen. Tausende junger Amerikaner helfen ehrenamtlich bei der Pflege von Alten, Behinderten und Patienten im Krankenhaus oder beim Umweltschutz.
Auch wenn das Leben der meisten amerikanischen Kinder und Jugendlichen frei von ernsten Konflikten ist, sind junge Menschen doch vielen Arten von Stress ausgesetzt. Gruppendruck, sich veranderte Familienverhaltnisse, Umzug, Arbeitslosigkeit und Schulprobleme konnen zu Alkohol-oder Drogenkonsum fuhren, der Weigerung zur Schule zu gehen, von zu Hause wegzulaufen, oder zu Schwangerschaft bei Teenagern oder in die Jugendkriminalitat.
Frauen
Obgleich amerikanische Frauen 1920 das Wahlrecht erhielten, dauerte der wirtschaftliche und soziale Wandel sehr viel langer, und der Fortschritt verlief auch nicht zu jeder Zeit mit der gleichen Geschwindigkeit.
In den Vereinigten Staaten begann in den sechziger Jahren die Zeit der sozialen Veranderungen; fur die Frauen war das Resultat das Phanomen der Frauenbewegung. Beeinflusst vom Erfolg der Burgerrechtsbewegung fur mehr Rassengleichheit und anderen progressiven Stromungen in den sechziger und siebziger Jahren, drangten eine Vielzahl von Organisationen und Lobbyisten darauf auch die volle Gleichberechtigung von amerikanischen Frauen anzustreben. Dieses Anliegen forderte nicht nur eine fundamentale Revision von amerikanischen Institutionen, Sitten und Werten, sondern auch eine Revolution im Bewusstsein - in den Kopfen sowohl von Frauen als auch von Mannern - und vor allem im Selbstverstandnis der Frauen. Nicht jeder hiess die daraus entstehenden Veranderungen willkommen, wie das Entstehen von einer Anzahl von Organisationen beweist, die bestrebt waren dem 'ungezugelten Feminismus' Einhalt zu gebieten.
Aus welcher Perspektive man es auch betrachten mag, es gibt keinen Zweifel daran, dass die Veranderungen deutlich zu spuren sind. Amerikanische Frauen leben heute ein ganz anderes Leben als noch in den funfziger Jahren oder fruher.
Kriminalitat
Obwohl die meisten Amerikaner Respekt vor dem Gesetz haben, gibt es in den USA - wie in allen anderen Staaten auch - Kriminalitat. Aber die Kriminalitatsrate sinkt seit 1991. In New York City, Fort Worth und anderen grossen Stadten geht die Polizei massiv gegen Verstosse wie Trunkenheit in der Offentlichkeit und aggressives Betteln vor, und sie fuhrt den starken Ruckgang von Gewaltverbrechen auf ihren verstarkten Einsatz zuruck. Die Gewaltverbrechensrate ist tatsachlich seit 1994 deutlich zuruckgegangen, und erreichte den niedrigsten Stand aller Zeiten im Jahr 2000. Laut einer Studie des Bureau of Justice Statistics, der National Crime Victimization Survey, ist der Prozentsatz an Gewaltverbrechen von 2000 auf 2001 um 10% zuruckgegangen, und ist damit auf dem niedrigsten Stand seit es diese Untersuchungen gibt. Eigentumsdelikte sind ebenfalls um 6% zuruckgegangen, ein Trend der seit 20 Jahren zu beobachten ist. Allerdings ist, dem jahrlich vom FBI veroffentlichten Uniform Crime Report zufolge, die allgemeine Verbrechenrate im Jahr 2001 wieder leicht angestiegen (um 0,9%), nachdem sie in den letzten zehn Jahren stetig gefallen war (in den Jahren 1992 bis 2000 um 26,5%).
Ein hoher Prozentsatz von Verbrechen in den USA steht im direkten Zusammenhang mit dem Verkauf und dem Gebrauch illegaler Drogen. Drogen werden durch organisierte Verbrecherbanden ins Land geschmuggelt, trotz der intensiven Bemuhungen der Regierung den illegalen Drogenhandel zu unterbinden. Drogenabhangige werden oft straffallig, weil sie versuchen sich bei Einbruchen in Privathausern und Geschaften Geld zu beschaffen, um ihre Drogen bezahlen zu konnen.
Der Drogenmissbrauch hat in den USA grosse Besorgnis ausgelost. Die Bundesregierung furt seit uber dreissig Jahren ihren Drug on Wars und versucht den Anbau von Opium, Coca-Pflanzen (fur Kokain) und Cannabis (fur Haschisch und Marihuana) in anderen Landern zu unterbinden.
Einwanderer
Die ersten europaischen Einwanderer in der amerikanischen Geschichte stammten aus England und den Niederlanden. Angelockt durch Berichte uber grossartige wirtschaftliche Aussichten und religiose und politische Freiheit, stromten Immigranten aus vielen anderen Landern in die Vereinigten Staaten. Die Einwanderungswelle erreichte ihren Hohepunkt in den Jahren 1892 - 1924. Im spaten 19. Jahrhundert richtete die Regierung eine besondere Einwanderungsstelle auf Ellis Island ein. Diese Einrichtung war von 1892 bis 1954 in Betrieb und wird heute als Teil des Statue of Liberty National Monument erhalten. Die Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs aus dem Jahre 1886 an das amerikanische Volk, steht auf einer Insel im Hafen von New York in der Nahe von Ellis Island. Zwischen 1820 und 1979 liessen die Vereinigten Staaten uber 49 Millionen Einwanderer ins Land.
Begrenzung der Zuwanderung
1924 wurden die ersten Gesetze zur Begrenzung der zulassigen Einwandererzahl aus den einzelnen Landern verabschiedet. Die Obergrenze bezog sich auf die Anzahl der Burger dieses Landes, die bereits in den Vereinigten Staaten lebten. Ab 1965 richtete sich die Immigrationsquote danach, wer zuerst einen Antrag stellte, und die Landerquoten wurden durch Hemispharenquoten ersetzt. Verwandte von US-Burgern und Einwanderer mit bestimmter Berufsausbildung wurden bevorzugt ins Land gelassen. 1978 schaffte der Kongress die Hemispharenquoten wieder ab und setzte eine weltweite Immigrationsobergrenze fest. Die Vereinigten Staaten lassen mehr Einwanderer zu als jedes andere Land in der Welt. 1998 betrug die Zahl aller im Ausland geborenen Amerikaner 25,2 Millionen, das sind 9,3 % der Gesamtbevolkerung. Das 1990 uberarbeitete Einwanderungsgesetz sieht eine flexible Obergrenze von 675.000 Immigranten pro Jahr vor, wobei bestimmte Gruppen von dieser Obergrenze ausgenommen sind. Dieses Gesetz versucht, gut ausgebildete Arbeiter und Fachleute in die USA zu holen und Einwanderer aus jenen Landern, die in den letzten Jahren weniger Einwanderer gestellt haben.
Illegale Einwanderer
Der US-amerikanische Einwanderungsbehorde INS (Immigration and Naturalization Service) schatzt, dass etwa 5 Millionen illegale Einwanderer in den USA leben, und diese Zahl steigt um ca. 275.000 pro Jahr. In den USA geborene Amerikaner und legale Einwanderer sind besorgt wegen des Problems der illegalen Einwanderung. Sie befurchten, dass illegale Einwanderer (auch 'illegal aliens' genannt) anderen Burgern, vor allem jungeren und Angehorigen von Minderheiten, Arbeitsplatze wegnehmen. Ausserdem belasten illegale Einwanderer das durch Steuern finanzierte Sozialleistungssystem. 1986 hat der U.S. Kongress die Einwanderungsgesetze uberarbeitet um das Problem der illegalen Zuwanderung in den Griff zu bekommen. Viele Illegale, die schon seit 1982 im Land waren, konnten ihren Status legalisieren lassen und somit auf unbegrenzte Zeit in den USA bleiben. Im Jahr 1990 haben fast 900.000 Menschen von dieser Gesetzesanderung Gebrauch gemacht und sind nun legale Einwanderer. Das neue Gesetz beinhaltet auch strenge Massnahmen, um die weitere illegale Einwanderung zu bekampfen und sieht Strafen fur Unternehmer vor, die wissentlich illegale Einwanderer beschaftigen.
Die Auswirkungen
Der standige Zustrom von Einwanderern in die USA hatte grosse Auswirkungen auf den amerikanischen Charakter. Man braucht Mut und Flexibilitat um sein Heimatland zu verlassen und in einem anderen Land ein neues Leben anzufangen. Die Amerikaner sind bekannt fur ihre Bereitschaft Risiken einzugehen und neue Dinge auszuprobieren, fur ihre Unabhangigkeit und ihren Optimismus. Wenn Amerikaner, deren Familien schon langer im Land sind, Gefahr laufen wirtschaftlichen Komfort und politische Freiheit fur selbstverstandlich zu halten, dann sind immer die neuen Einwanderer da, um sie daran zu erinnern, wie wichtig diese Privilegien sind.
Einwanderer bereichern auch die amerikanische Gesellschaft in dem sie Aspekte ihrer eigenen Kultur mitbringen. Viele schwarze Amerikaner feiern Weihnachten ebenso wie Kwanzaa, ein Fest das auf afrikanischen Ritualen beruht. Hispano-Amerikaner feiern ihre Traditionen mit Strassenfesten und anderen Veranstaltungen am Cinco de Mayo (5. Mai). Und in den meisten amerikanischen Stadten gibt es eine Fulle von ethnischen Restaurants.... Prasident John F. Kennedy, selbst ein Enkel von Irischen Einwanderern, fasste diese Mischung aus alt und neu zusammen und nannte Amerika ' eine Gesellschaft von Einwanderern, wo jeder sein Leben neu begonnen hat; unter den gleichen Voraussetzungen. Das ist das Geheimnis von Amerika: eine Nation von Menschen mit der frischen Erinnerung an alte Traditionen, die sich trauen neue Grenzen zu erforschen.. '
Indianer
Die ersten amerikanischen 'Einwanderer' vor mehr als 20.000 Jahren waren interkontinentale Wanderer: Jager und ihre Familien, die den Herden von Asien nach Amerika folgten als noch eine Landbrucke existierte dort wo heute die Bering-Strasse die beiden Kontinente trennt. Als Christoph Kolumbus 1492 die Neue Welt entdeckte, lebten ungefahr 1,5 Millionen Indianer auf dem heutigen Gebiet der kontinentalen Vereinigten Staaten, obwohl die Schatzungen uber diese Zahl weit auseinander gehen. Kolumbus verwechselte die Kuste von San Salvador auf den Bahamas, wo er landete, mit Indien und nannte die Eingeborenen 'Indianer'.
In den nachsten 200 Jahren kamen Menschen aus verschiedenen Europaischen Landern auf Kolumbus' Spuren uber den Atlantik um Amerika zu erforschen und um Handelsposten und Kolonien zu errichten. Die Eingeborenen litten sehr unter dem Eindringen der Europaer. Das Land ging durch Vertrage sowie durch Krieg und Gewalt, von den Indianer in die Hande der Europaer - und spater der Amerikaner – uber; dabei wurden die Indianer immer weiter von den nach Westen ziehenden Neuankommlingen verdrangt. Die Regierungslosung fur das „Indianerproblem' bestand im 19. Jahrhundert darin, die Indianer in bestimmte Gebiete - die Reservate - zu zwingen. Einige Stamme kampften um ihr angestammtes Territorium nicht aufgeben zu mussen. In vielen Fallen handelte es sich bei den Reservationen um minderwertiges Land, und die Indianer wurden abhangig von Unterhaltszahlungen der Regierung. Auch heute gibt es noch Armut und Arbeitslosigkeit unter den Indianern.
Durch die Territorialkriege sowie durch Krankheiten, die aus der alten Welt eingeschleppt wurden und gegen die die Indianer nicht immun waren, wurde ihre Zahl 1920 auf den niedrigsten Stand der Geschichte, namlich 350.000, dezimiert. Einige Indianerstamme verschwanden ganz: wie zum Beispiel die Mandans aus Nord-Dakota, die Meriwether Lewis und William Clark 1804 - 06 geholfen hatten Amerikas unbesiedelte Wildnis im Nordwesten zu erforschen. Andere Stamme verloren ihre eigene Sprache und Kultur. Nichtsdestotrotz haben die Indianer Nordamerikas uberlebt. Heute leben etwa 2 Millionen Indianer und Ureinwohner Alaskas in den Vereinigten Staaten (das entspricht 0.8 % der Gesamtbevolkerung), und nur etwa ein Drittel der indianischen Gesamtbevolkerung lebt in Reservationen, bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft.
Zahllose Amerikanische Ortsnamen gehen auf Indianische Worte zuruck, unter anderem die Namen der Bundesstaaten Massachusetts, Ohio, Michigan, Mississippi, und Idaho. Indianer lehrten die Europaer Pflanzen anzubauen, die jetzt in der ganzen Welt als landwirtschaftliche Erzeugnisse geschatzt werden: Mais, Tomaten, Kartoffeln, Tabak. Kanus, Schneeschuhe und Moccasins zahlen zu den vielen Indianischen Erfindungen.
Schwarze
Unter den Einwanderungsstromen nach Nordamerika befand sich eine Gruppe, die nicht freiwillig kam. Es handelte sich um Afrikaner: 500.000 von ihnen wurden zwischen 1619 und 1808 als Sklaven ins Land gebracht. 1808 wurde die Einfuhr von Sklaven in die USA illegal, aber Sklaven und ihre Nachkommen zu besitzen hielt sich vor allem im landwirtschaftlichen Suden, wo viele Arbeitskrafte auf den Feldern gebraucht wurden. Der Prozess die Sklaverei abzuschaffen begann im April 1861 mit dem Ausbruch des Amerikanischen Burgerkrieges bzw. Sezessionskrieges zwischen den 'freien Staaten' des Nordens und den 'Sklaven Staaten' des Sudens, die sich von der Union getrennt hatten. Am 1. Januar 1863, inmitten des Krieges, verabschiedete Prasident Abraham Lincoln die Emanzipationserklarung, in der er alle Sklaven in den 'Rebellenstaaten' fur frei erklarte. Die Sklaverei wurde 1865 durch die Ratifizierung des 13. Verfassungszusatzes in den gesamten Vereinigten Staaten abgeschafft.
Aber selbst nach dem Ende der Sklaverei wurden schwarze Amerikaner immer noch durch Rassentrennung und schlechtere Bildung benachteiligt. Auf der Suche nach neuen Chancen zog es immer mehr Afro-Amerikaner aus den landlichen Gebieten des Sudens in die Stadtgebiete des Nordens, so dass es zu einer inneramerikanischen Migrationswelle kam. Aber in den Stadten fanden viele Schwarze keine Arbeit, und sie mussten getrennt leben von den Weissen; so entstanden in heruntergekommenen Stadtteilen so genannte Ghettos.
Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts forderten Afro-Amerikaner unter Fuhrung von Dr. Martin Luther King mit Boykotts, Marschen und gewaltfreien Protesten eine Gleichbehandlung nach dem Gesetz und das Ende der Rassendiskriminierung.
Diese Burgerrechtsbewegung erreichte ihren Hohepunkt am 28. August 1963, als mehr als 200.000 Menschen aller Rassen sich vor dem Lincoln-Denkmal in Washington D.C. versammelten um Kings Rede zu horen: 'Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hugeln von Georgia die Sohne fruherer Sklaven und die Sohne ehemaliger Sklavenhalter dazu fahig sein werden, sich gemeinsam an den Tisch der Bruderlichkeit zu setzen. .... Ich traume, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben, in der sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden'. Nicht lange danach verabschiedete der U.S. Kongress Gesetze, die politische, rechtliche und soziale Rassendiskriminierung verboten.
Heute machen schware Amerikaner 12,7 % der Gesamtbevolkerung aus. In den letzten Jahrzehnten haben Schwarze viel erreicht und immer mehr gehoren nun der Mittelklasse an. 1996 hatten 44 % aller schwarzen Amerikaner so genannte 'white colar' Jobs - das sind akademische Berufe und Positionen im Management und in der Verwaltung, im Gegensatz zu Dienstleistungsberufen oder solchen die korperliche Arbeit verlangen. Im selben Jahr waren 23 % aller Schwarzamerikaner zwischen 18 und 24 Jahren an einem College eingeschrieben, im Vergleich zu nur 15 % im Jahre 1983. Das mittlere Einkommen von Schwarzen ist allerdings immer noch niedriger als das von Weissen, und die Arbeitslosigkeit - besonders unter jungen Mannern - ist hoher. Und nach wie vor zwingt Armut viele Afro-Amerikaner in Stadtteilen mit hoher Kriminalitatsrate und Drogenmissbrauch zu leben.
In den letzten Jahren hat sich der Focus der Burgerrechtsbewegungen verlagert. Heute sind Antidiskriminierungsgesetze in Kraft und immer mehr Schwarze gehoren zur Mittelklasse. Deshalb konzentriert man sich auf die Frage, ob die amerikanische Regierung nicht angesichts fruherer Diskriminierung zu Wiedergutmachungs- beziehungsweise Fordermassnahmen, der so genannten 'Affirmative Action', verpflichtet sei. Diese Massnahmen konnen vorsehen, dass eine bestimmter Prozentsatz von Arbeitsplatzen an Schwarze vergeben werden muss oder dass eine bestimmte Anzahl von Schulern einer Schule Angehorigen von Minderheiten sein mussen. Die offentliche Diskussion uber die Notwendigkeit, Effektivitat und Gerechtigkeit solcher Programme verscharfte sich in den neunziger Jahren.
Die vielleicht grosste Veranderung in den letzten Jahrzehnten jedoch ist die Einstellung der weissen Amerikaner. Mehr als eine Generation ist herangewachsen seit King seine 'Ich habe einen Traum'-Rede gehalten hat. Vor allem junge Amerikaner zeigen einen neuen Respekt vor allen Rassen, und es gibt eine wachsende Akzeptanz von Schwarzen in allen Bereichen des Lebens und des sozialen Umfeldes.
Asiaten
Als die Freiheitsstatue begann, neuen Einwanderern den Weg zu weisen, furchteten schon die ersten in den USA geborenen Amerikaner, dass zu viele Einwanderer ins Land kommen konnten. Einige Burger befurchteten, dass dadurch ihre amerikanische Kultur und Lebensart bedroht sei, oder dass sie ihre Jobs an Neuankommlinge verlieren konnten, die gewillt waren, auch fur einen geringeren Lohn zu arbeiten.
1924 verabschiedete der Kongress den Johnson-Reed Immigration Act. Zum ersten Mal begrenzten die USA die Anzahl der Einwanderer, die sie aus jedem Land einreisen liessen. Der Prozentsatz der Menschen, denen die Einwanderung aus einem bestimmten Land gestattet wurde, korrespondierte zur Gesamtzahl der Einwanderer aus diesem Land, die bereits in den USA lebten. Daraus ergab sich in den nachsten vierzig Jahren ein Einwanderungsmuster, das hauptsachlich die schon bestehende Einwanderungsbevolkerung, also Europaer und Nordamerikaner, widerspiegelte.
Vor 1924 schloss das amerikanische Einwanderungsgesetz Einwanderer aus asiatischen Landern sogar ganz aus. Die Amerikaner im Westen des Landes furchteten, dass Chinesen und andere Asiaten ihre Jobs wegnehmen wurden. Vorurteile gegen Menschen mit asiatischem Aussehen waren zu dieser Zeit weit verbreitet. Das Gesetz, das chinesische Einwanderer ausschloss, wurde 1943 aufgehoben, und 1952 wurde ein Gesetz verabschiedet, das allen Menschen - gleich welcher Herkunft - gestattete, amerikanische Staatsburger zu werden.
Heute sind 'Asian Americans' eine der am schnellsten wachsenden Bevolkerungsgruppen im Land. Mehr als 11 Millionen Amerikaner asiatischer Abstammung leben in den USA. Obwohl die meisten von ihnen erst vor kurzem eingewandert sind, gehoren sie zu den erfolgreichsten aller Einwanderergruppen. Sie haben ein hoheres Durchschnittseinkommen als die meisten anderen ethnischen Gruppen, und viele ihrer Kinder studieren mit Erfolg an den besten amerikanischen Universitaten. (Portrait of America: Limits on Newcomers)
Chinesen stellen die grosste asiatische Gruppe in den Vereinigten Staaten Amerikaner chinesischer Abstammung stellen mehr als 20 Prozent der 11,9 Millionen Menschen, die sich selbst laut Volkszahlung 2000 als Asiaten bezeichnen; so eine Pressemeldung des U.S. Commerce Departments vom 4. Marz 2002. Das heisst, dass 2.7. Millionen sich als Amerikaner chinesischer Abstammung bezeichnen - die grosste asiatische Gruppe in den USA. 'The Asian Population 2000', ein Bericht in einer Reihe von Publikationen, die sich auf Daten aus der Volkszahlung des Jahres 2000 stutzen, zeigt ausserdem, dass etwa 50 Prozent der asiatischen Amerikaner in drei Bundesstaaten leben: Kalifornien, New York und Hawaii. In zwei dieser Staaten ubersteigt die Anzahl der asiatischen Amerikaner die 1-Million-Marke: Kalifornien mit 4,2 Millionen und New York mit 1,2 Millionen.
Hispanics
Es ist durchaus nicht ungewohnlich in einer amerikanischen Stadt auf der Strasse Menschen Spanisch sprechen zu horen. 1950 kamen weniger als 4 Millionen US-Burger aus spanischsprachigen Landern. Heute sind es mehr als 27 Millionen. Ungefahr 50 Prozent der Hispanics kommen aus Mexiko. Die anderen 50 Prozent stammen aus einer Vielzahl anderer Lander, wie El Salvador, der Dominikanischen Republik oder Kolumbien. 36 Prozent aller Hispanics in den USA leben in Kalifornien, aber auch einige andere Bundesstaaten haben eine grosse Anzahl an spanisch sprechender Bevolkerung. Das gilt beispielsweise fur Texas, New York, Illinois und Florida, wo hunderttausende Kubaner leben, die vor dem Castro-Regime geflohen sind. Es gibt in Miami so viele Kubanoamerikaner, dass der Miami Herald, die grosste Tageszeitung der Stadt, auch als spanische Ausgabe erscheint.
Der Begriff 'Hispanic' wurde in den siebziger Jahren von der Regierung gepragt, und umfasst alle in den spanisch-sprechenden Landern Sudamerikas geborenen Amerikaner und solche, die ihre Herkunft nach Spanien oder in die fruheren spanischen Kolonien zuruckverfolgen konnen. Naturlich umfasst dies eine grosse Anzahl an Landern und ethnischen Gruppen mit vielen verschiedenen sozialen, politischen und emotionalen Erfahrungen. Die meisten Hispanics verstehen sich aber je nach ihrer individuellen Herkunft eher als Mexiko Amerikaner, Puerto Ricaner oder Kubanoamerikaner, als als Mitglieder einer grosseren Volksgruppe von Hispanics oder Latinos.
Viele glauben, dass die Hispanics als jungste Einwanderergruppe in den grossen Schmelztiegel Amerika gekommen ist. Schuld an dieser falschen Vorstellung ist hauptsachlich die Aufmerksamkeit der Medien, die den Hispanics in den achtziger Jahren zuteil wurde, nachdem das Bureau of the Census die Ergebnisse der Volkszahlung von 1980 veroffentlicht hatte. Dieser Bericht zeigte, dass die Hispanics die am schnellsten wachsende Volksgruppe in den USA waren und bald die grosste Minderheitengruppe werden wurden. Man setzte automatisch Bevolkerungswachstum mit Einwanderung gleich, und vergass dabei die lange Geschichte der Hispanics in den Vereinigten Staaten.
Der hispanische Einfluss in den USA reicht eine lange Zeit zuruck. Als Plymouth in Jahre 1620 gegrundet wurde, bestand Santa Fe schon 10 Jahre und St. Augustine feierte bereits sein funfundfunfzigjahriges Bestehen.
Andere hispanische Gruppen, wie z.B. Puerto Ricaner, sind eigentlich gar keine Einwanderer, sondern wurden durch die amerikanischen Expansionen des 19. Jahrhunderts zu Amerikanern. Allen Puerto Ricanern wurde 1917 die amerikanische Staatsburgerschaft verliehen. Wirtschaftliche Krisen und zwei Weltkriege zwangen viele Puerto Ricaner auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen von der Insel aufs Festland zu ziehen. Ihre momentane politische Situation verwirrt immer noch viele Amerikaner, die Puerto Rico als fremdes Land ansehen.
Kategorie:USA
Für mehr information über private krankenversicherung angebot: wohngebaudeversicherung.de
  
 
 
 
 
 
 
 
Zurück zu Versicherungen  






