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 14.03.2005   07:10 Uhr Streit um Bezüge Kassen-Vorstände beziehen 7000 Euro Spitzenpensionen Harte Zeiten für Spitzenfunktionäre: Erst kritisierten alle ihre hohen Gehälter, jetzt sollen sie auch bei der Rente kräftig abkassieren. Die Kassenchefs klagen bereits über eine 'unappetitliche Neid-Debatte'.  
    In Zeiten hoher Beiträge und gestrichenen Leistungen geht es scheinbar nur einem gut: den Kassen-Funktionären. Foto: AP   Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, bezeichnete die Pensionen, wie auch die Gehälter der Manager und Funktionäre, als eine „Provokation“ für die Versicherten.Die Bild-Zeitung berichtete von Pensionsansprüchen bis zu 7000 Euro. Dem Bericht zufolge können zahlreiche Krankenkassen- und Ärztefunktionäre ab 65 Jahren mit Pensionen von bis zu 71,75 Prozent des Gehalts rechnen. 7100 Euro Pension für AOK-Chef Der Chef des AOK-Bundesverbands, Hans Jürgen Ahrens, habe einen Pensionsanspruch in Höhe der Hälfte seines letzten Jahresgehalts (derzeit rund 170.000 Euro) und damit von rund 7 100 Euro im Monat.Der Chef der AOK Sachsen-Anhalt, Günter Kasten, könne mit bis zu 6.300 Euro in den Ruhestand gehen, sein Vize Gerd Kuhnert mit bis zu 5.700 Euro.Laut Bild hat der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK), Wolfgang Schmeink, einen Pensionsanspruch von 5 474 Euro. Anlagetipps von BildDer Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, könne mit rund 6 000 Euro pro Monat ab seinem 65. Lebensjahr rechnen. Laut Bild legt die KBV für Köhlers Altersvorsorge pro Jahr 54 000 Euro zurück. Bei einer Lebensversicherung gebe es dafür rund 6000 Euro Monatsrente 65.Köhlers Sprecher, Roland Stahl, verteidigte gegenüber sueddeutsche.de die Pensionsbezüge seines Vorgesetzten. 'Fakt ist, dass für Köhlers Altersvorsorge jährlich 54 000 Euro beiseite gelegt werden', sagte Stahl. Diese Zahlen habe die KBV bereits Mitte Februar veröffentlicht.'Ich bin für jeden Anlagetipp der Bild-Zeitung dankbar, wie man von den 54 000 Euro auf eine Rente von 6000 Euro kommt', meinte Stahl. Im Übrigen entscheide die Höhe der Vorstandsvergütung nicht darüber, ob Kassenbeiträge gesenkt werden. 'Diese Debatte um Vorstandgehälter und -pensionen ist unappetitlich, weil es eine reine Neid-Debatte ist', sagte Stahl weiter. (sueddeutsche.de/AP/AFP)   mehr zum Thema Interview mit Ulla Schmidt  "Krankenkassen und Ärzte denken in alten Strukturen" Zu hohe Gehälter  Versicherungsamt ermittelt gegen Krankenkassen Forderung nach Beitragssenkung  Krankenkassen unter Druck Appell der Gesundheitsministerin verhallt   Kassen widersetzen sich Ulla Schmidt Artikel drucken Artikel empfehlen Kontakt zur Redaktion
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